Strecke heute: 125,53 km
Höhenmeter: 591 m
Tagesschnitt: 19,52 km/h
Durchschn. Puls: 127
Wetter: warm, am Vormittag windstill, am Nachmittag sehr starker Gegenwind, 18-34°C
Zeit netto / brutto: 6 h 26 min / 7 h 30 min
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Buhuu! Da gewöhnt man sich an den allerschönsten Radweg, träumt vor sich hin und *paff* um halb eins wird der Gegenwind eingeschalten, stärker als je zuvor. Zuhause würde ich bei so einem Wind nie im Leben radfahren. Wird schön langsam Zeit, dass das aufhört, ich mag nicht mehr jeden Tag gegen den Wind kämpfen.
Doch zuerst zum schönen Teil des Tages: das Tal des Colorado Rivers! Das Tal ist höchst beeindruckend und nicht umsonst gilt der Colorado-Abschnitt des I70, dem ich parallel folge, als schönster Interstate der USA. Mit dem Rad fahre ich natürlich nicht den I70, jedenfalls nicht freiwillig, sondern am Vormittag größtenteils einen Radweg, der mal daneben oder auch darunter verläuft. Man merkt deutlich den touristischen Einfluss, sonst würde hier nie jemand auf die Idee kommen, einen Radweg anzulegen. Aber ich bin hier in der Nähe von Aspen, und wo Touristen sind, ist auch Geld für Radwege da. Denn während man im Winter Schi fährt, geht man im Sommer radeln oder raften.
In der Früh sind die Wege noch recht verlassen, und ich gönne mir nach einer Stunde Fahrt eine Pause an einer Bilderbuch-Flussschleife.
Und jetzt schreibe ich gar nicht mehr viel zum Radweg, denn mir ist auch beim Fahren der Mund offen geblieben und wenn ich etwas hätte sagen wollen (zu wem auch?), dann hätten mir die Worte gefehlt. Stattdessen einfach ein paar Impressionen:
Sogar an Rastplätze mit Picknicktischen hat man hier gedacht!
Wenn ihr mal im Sommer hier seit, der Radweg zwischen Glenwood Springs und Dotsero ist wirklich einmalig und wert, gefahren zu werden. In Glenwood Springs reiht sich auch ein Fahrradverleih an den anderen. Dort endet dann leider der Radweg und da keine andere Straße durch das Tal weiterführt bin ich gezwungen, ein paar Kilometer auf der I70 zu fahren. Das hatte ich mir viel schlimmer vorgestellt, denn der Pannenstreifen ist fast immer satte drei Meter breit und die Autofahrer alle recht gemütlich unterwegs. Und besonders viele sind es auch nicht.
Und dann kam der Gegenwind. Für die letzten 40 km habe ich drei Stunden gebraucht. Zeitweise bin ich in der Ebene (!) auf 12 km/h runtergebremst worden, mehr war einfach nicht möglich. Nach der Ankunft hab ich mir den aktuellen Wetterbericht angesehen, der dann von 30-40 km/h Windgeschindigkeit berichtete (weather.com aktualisiert für jeden Ort alle 15 Minuten). Nur war zu diesem Zeitpunkt das Gröbste schon vorbei und meine Geschwindigkeit auf etwa 16 km/h angestiegen; also dürfte an den schlimmsten Streckenabschnitten der Wind noch wesentlich stärker gewesen sein.
Mehr braucht man dazu glaub ich nicht sagen. Angeblich wird das in den kommenden Tagen besser. Auf jeden Fall lerne ich gerade Einiges über meinen Flüssigkeitsbedarf bei 34°C, 20% Luftfeuchtigkeit, Sonnenschein und extremen Wind. Und die Information werde ich noch gut brauchen können, denn ich werde Etappen fahren, wo ich über mehr als 100 km keine Versorgungsmöglichkeiten haben werde.





Guten Morgen!
AntwortenLöschenWunderschöne Bilder!Und wieder einmal hast du eine Etappe gut hinter dich gebracht. Bravo!
Ich verabschiede mich übers Wochenende und fahre auch ein paar Kilometer, natürlich nicht ganz so viele wie du ;-)
Ich bin schon neugierig, was ich alles nachlesen darf, wenn ich heimkomme.
Liebe Grüße aus dem Pinzgau,
Evi
Hallo Bernhard,
AntwortenLöschenvielen Dank für die Impressionen! Colorado ist anscheinend traumhaft!
Deinem Bein geht es wieder gut?
Liebe Grüße,
Christoph
Hätte nicht gedacht, dass Colorado so schön sein kann. Echt fein! Schöne Fotos und schöner Bericht.
AntwortenLöschenHoffe der
Gegenwind hat Dich heute verschont! Wie gehts deinem Oberschenkel und Knie?
Gute Fahrt und pass gut auf Dich auf!
Drück Dich!