Sonntag, 25. September 2011

Tag 45: Rund um die Monterey Bay


Strecke heute: 122,30 km
Höhenmeter: 972 m 
Tagesschnitt: 18,59 km/h
Durchschn. Puls: 121
Wetter: bedeckt, Nieselregen, am Schluss sonnig, mittlerer Gegenwind, 14-22°C 
Zeit netto / brutto: 6 h 35 min / 7 h 25 min


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Es ist schwierig, etwas über den vorletzten Tag so einer Tour zu schreiben. Die Gedanken sind schon bei der morgigen Ankunft, und die Eindrücke der Big Sur von gestern wirken noch nach. Es war ein guter Tag mit großteils schöner Gegend und besten Radwegen, aber die große Spannung hat heute gefehlt.

Vielleicht hat auch das Wetter dazu beigetragen. In der Früh wars frisch mit Hochnebel, Nieselregen und Gegenwind, zuhause setzt man sich bei dem Wetter am Wochenende vor den Kamin (wenn man einen hat, ich hab keinen) oder geht in die Therme. Ich bin eben mit dem Rad raus, ein paar Kilometer waren doch zum runterspulen. Hügel und Gegenwind hatte ich in der früh noch unterschätzt, die haben mich Einiges an Zeit gekostet.

Bei dem Wetter habe ich mich gefragt, ob ich den Umweg über den 17 Mile Drive wirklich fahren soll, schließlich ist es ja eine Mautstraße. Als ich an der Mautstation erfrage, dass der Eintritt für Radfahrer kostenlos ist (Autos: 9,50$) ist die Entscheidung eine leichte und ich fahre natürlich hinein. Und nicht nur die Straße ist mautpflichtig, sondern das ganze Stadtviertel. Denn hier wohnen die Reichen und Schönoperierten, und die wollen unter sich sein und die Anzahl der Touristen möglichst gering halten. Was auch gut funktioniert, denn trotz Wochenende ist wenig Verkehr.


Zwischen den Bäumen verstecken sich immer wieder stattliche Anwesen, von der Exklusivität dürfte die Halbinsel ähnlich sein wie die von St. Tropez. Aber während sich in Frankreich die Autos im Sommer kilometerweit stauen ist hier durch die Maut nichts los. Und ich finde die Landschaft hier auch schöner. Und größtenteils gibt es Fahrradstreifen!


Die Küste ist wie eine weichgespülte Fassung der Big Sur. Perfekter Asphalt, wenige Steigungen und der nächste Golfplatz ist nie weit entfernt. Nur zur Sicherheit.

Auch bei der Lone Zypress bin ich vobei, angeblich der meistfotografierte Baum der Welt. Wenn das kein Grund für ein Foto ist!


Durch den hübschen Ort Monterey zieht sich dann ein Radweg, der mich auch nach dem Ort noch eine Weile begleitet, vorbei an Felsküsten und Sanddünen.


Dann folgen leider zwei Stunden Treten im Nebel. Da ich durch den flachen Teil der Bucht fahre, gibt es aber eh nicht viel zu sehen. Stattdessen ist die Luft satt vom Duft von Erdbeeren, die so weit ich erkennen kann, gerade geerntet werden.

In Santa Cruz wird das Wetter dann wieder besser und die Sonne kommt manchmal durch. Der Ort selber ist mir aber zu laut. Durch den Rummel am Boardwalk tummeln sich ganze Horden von Menschen auf dem Radweg, mit den Gedanken überall, nur nicht auf der Straße. Den Slalom durchfahre ich so schnell wie möglich. Ein Abschlussfoto muss trotzdem sein, denn hier sehe ich die ersten Surfer!

 
Endstation war heute in Davenport, einem Ort mit vielleicht 20 Häusern, hier kann man gut entspannen. Gleich hinter dem alten Hotel (von 1908, also uralt) liegt das ehemalige Gefängnis. 1914 erbaut, 1937 wieder geschlossen. Da es in der Zeit nur zwei Mal belegt war, hat es sich nicht rentiert...

...und ich bin mit den Gedanken wieder bei Morgen. Muss ja schließlich noch die Details der Strecke planen :-)

3 Kommentare:

  1. Good morning!
    Jetzt brauchst du dir keinen Stress mehr machen, du wirst pünktlich in SF ankommen :-) Heute kann ich wieder mit dir frühstücken, weil erstens SO ist und zweitens Domi in Sbg weilt.Später komme ich nach, denn er feiert seinen Geburtstag mit seinen Salzburger Freunden. Also wecken mich heute deine wie immer wunderschönen Fotos auf! Da ich selber nicht drin stecke, stört mich der Nebel gar nicht... bei mir steigt er gerade vom See auf, und kündigt einen wunderschönen Herbsttag an. Oben der weiße Schnee, unten der blaue See und dazwischen ist es noch richtig grün. Keine Konkurrenz für den Pazifik (dessen Rauschen am Video Domi fasziniert hat!), aber auch ganz nett. Ich bin gestern übers Nagelköpfel nach Niedernsill gefahren, und da oben tun sich ganz ungewohnte Ausblicke auf! Musst du einmal mit mir machen - du hast eh noch ein MTB in Piesendorf stehen (das alte Scott).
    Es scheint dir körperlich sehr gut zu gehen, ich hoffe, du kannst den Endspurt ohne irgendwelche Einschränkungen genießen und dich dann in SF richtig ausschlafen!
    Alles Gute und liebe Grüße aus Zell,
    Evi

    PS: Wie schaut es mit deinem prognostizierten Gewichtsverlust aus?

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  2. Das sieht ja kühl und windig aus, wir in Graz haben im Moment schönstes Spätsommer/Herbstwetter :-)

    Ich hoffe, du kannst deine morgige Etappe sehr genießen! Alles Gute für deinen letzten Radltag!

    LG Conny

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  3. Hallo Bernhard,

    alles Gute für den Endspurt!

    Liebe Grüße,
    Christoph

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