Mittwoch, 10. August 2011

Tag 4: Durch die Finger Lakes

Etappe: Ithaca, NY – Avon, NY

Strecke heute: 140,3 km
Höhenmeter: 1241 hm
Tagesschnitt: 18,08 km/h
Durchschn. Puls: 142
Wetter: Erst Sonne, 19-32°C, dann Gewitter. GEGENWIND!!!
Zeit netto/brutto: 7 h 45 min / 8 h 50 min
Ithaca, dieser tolle Touristenort, ist eigentlich gar nichts Besonderes. Liegt vielleicht auch daran, dass ich ja selber aus einem tollen Touristenort komme. Die Leute sind einfach eine Spur reservierter als sonstwo. Jedenfalls bin ich nicht böse, dort wieder wegzukommen, und bin ziemlich bald am ersten Highlight angelangt: dem Taughannock Falls State Park. Hier hat man, im Gegensatz zu Ithaca, nicht nur ungestörten Blick auf den Cayuga Lake,


sondern behebert auch die höchsten Wasserfälle des Bundesstaates New York. Tatsächlich sind die Taughannock Falls 2 m höher als die Niagara Fälle!


Dann beginnt der Wind, der zuvor von einem Bergrücken zwischen den Fingerlakes abgehalten worden ist. Ein ganz wunderbarer Wind, bei dem man mit 30km/h ohne zu treten über die Ebene gepustet wird – sofern man in die andere Richtung fährt. Da hilft nur eins: kein Ouzo, sondern fest treten! Unterwegs treffe ich zwei amerikanische Tourenradler, die nach Buffalo unterwegs sind (da fahre ich morgen durch) und mir eindrücklich beweisen, dass man noch viel langsamer unterwegs sein kann als ich. Ist zwar böse, das so zu sehen, aber: das motiviert.

Und wo bleibt das heutige Gewitter? Diesmal sorge ich vor und ziehe mir die Regenkluft an, sobald die schwarze Front in der Nähe ist, und wie bestellt fängt es an zu regnen. Schütten. Stürmen. Blitze sind keine dabei, und so stelle ich mich unter einen Baum, da an fahren nicht zu denken ist, der Wind hätte mich sofort umgeblasen. Ich musste sogar im Stehen mein Fahrrad festhalten.


Und wir wissen alle, was jetzt kommt ( und jetzt alle gemeinsam, auf drei): Gegenwind!

Hat einen Vorteil: Regenjacke und Hose werden recht schnell wieder trocken, ich fühle mich wie in einem Windkanal. Und schaffe es gerade noch rechtzeitig vor dem nächsten Gewitter zum heutigen Motel in Avon. Genau hierher wollte ich auch, weil das Restaurant gegenüber im Internet gute Kritiken bekommen hat. Und das Porterhouse Steak war auch wirklich vorzüglich (oder hatte ich einfach so viel Hunger?)!

Einen Vorteil hat die Tour: ich kann alles essen, was ich will.

PS: Mit ein bisschen Glück komme ich morgen bis an die Niagara Fälle! Mein Schatz hat dort schon ein Motel reserviert J

2 Kommentare:

  1. Hallo Bernhard,

    wir lesen auch jeden Tag mit Feuereifer deine Rad-Erlebnisse - ist eigentlich das erste, was wir am Morgen nach dem Einschalten des PCs machen - und unsere Bewunderung steigt jeden Tag ein bisschen mehr!

    Wir sind uns aber jetzt schon ganz sicher: Amerika wird von uns nie auf dem Rücken eines Drahtesels beritten werden ;)

    Liebe Grüße,
    Claudia und Isabella

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  2. Danke für all die lieben Grüße! Ist tatsächlich anstrengender als gedacht, vor allem wegen dem extremen Wind. Aber heute Abend bekomme ich ja eine kleine Belohnung: die Niagarafälle :-)

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