Montag, 1. August 2011

Über pannensichere Reifen und eine Fahrradpumpe

Zuerst einmal hole ich das Foto an der Atlantikküste nach. Samstag Morgen war das Wetter schön, also hab ich Rosinante vor der Kulisse posieren lassen:


Wie ich im 2. Eintrag beschrieben habe, habe ich ja mein Rad mit pannensicheren Reifen ausgestattet. Die Leihwagenfirma hätte dasselbe mit meinem Auto machen sollen. Samstag in der Früh zeigte die Reifendruckanzeige zu wenig Druck im linken Hinterreifen. Hab mir nichts besonderes dabei gedacht, zur nächsten Tankstelle und nachgefüllt. 200km später dann dasselbe Spiel. Und 600km noch vor mir. Was tun? Besonders groß schien das Leck ja nicht zu sein, hab mich eben bis Quebec City weitergehantelt und alle 2 Stunden nachgepumpt. Glücklich in meinem kleinen Bed and Breakfast angekommen und mich auf den sehr verwinkelten Parkplatz gestellt. Hauptsache angekommen.

Dann der nächste Morgen. Um 6 in der früh raus zur Kontrolle. Reifen war inzwischen platt wie ein Kuhfladen, das Leck war also schlimmer geworden. Nach ein paar Telefonaten die Lösung: meine Mietwagenfirma schickt einen Abschleppwagen vorbei. Der hatte auf dem verwinkelten Parkplatz dann natürlich keine Chance, auch nur in die Nähe meines Autos zu kommen…

Also mussten wir den Reifen aufpumpen, um mein Auto zumindest aus dem Parkplatz zu fahren. Abschleppdienst hatte keine Pumpe dabei. In meinem Auto war auch keine. Aber da war doch noch…

…meine Fahrradpumpe!

Genau die aus meinem 2. Post: „die kleinste, die ich gefunden habe…“

Wer schon einmal versucht hat, einen normalen Autoreifen mit einer Fahrradpumpe aufzupumpen weiß, das ist viel Arbeit. Ich hatte kein normales Auto, sondern musste ja sicherstellen, dass mein Rad in den Kofferraum passt. Ich fahre hier einen Chevy Tahoe, etwa 2m breit, 6m lang. Mit 265-er Reifen.

War viel Arbeit, aber hat funktioniert! 10 Minuten haben wir abwechselnd fest gepumpt, dann war der Reifen wieder ok. Ab in die Werkstatt, Reifen nicht ausgetauscht, sondern repariert  (das scheint hier üblich zu sein) und die ganze Sache war erledigt.

Ufff.

Countdown: noch 6 Tage.

PS: Ich hatte vergessen, meinen Vermietern eine Nachricht zukommen zu lassen, wo ich bin, und ich musste ja noch am Vormittag auschecken. Und die waren möglicherweise beunruhigt: ich weg, Auto weg, zum Frühstück war ich angemeldet, keine Nachricht. Telefonnummer hatte ich nicht mit. Aber die Nummer von Cecilia. Die gab mir die Nummer vom Hilton, wo ich am selben Tag noch einchecken würde. Und die bat ich, die Nummer meiner Pension zu finden und ihnen mitzuteilen, dass ich mich nur verspäten würde. Wie ich später erfuhr, rief ein Mitarbeiter des Hilton meine Vermieter an mit der Nachricht: “Good morning, this is Mr. X. from Hilton hotel. I do not exactly know who you are and why I am calling you, but I shall send you the message that Mr. Sonderegger is late for breakfast…“ 

1 Kommentar:

  1. Na also, ist doch sehr erfreulich, dass alles so glatt läuft und jedes Problem schnell und effizient gelöst werden kann! - Und der Vergleich, platter Reifen mit Kuhfladen => GENIAL :-D

    PS: Verlinken auf FB nicht vergessen :-)

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