Strecke heute: 160,34 km
Höhenmeter: 1448 m
Tagesschnitt: 19,17 km/h
Durchschn. Puls: 133
Wetter: sonnig und heiss, erst windstill, dann starker Gegenwind, 21-37°C
Zeit netto / brutto: 8 h 22 min / 9 h 35 min
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Heute habe ich gefühlt wirklich einen Riesensatz gemacht. Schaut Euch einmal die Karte an: ich habe absichtlich so herausgezoomt, dass man den Pazifik und auch San Francisco sieht! Wenn alles glatt läuft bin ich in zwei Tagen am Meer! Wo ich dann auf einer sehr happigen Etappe laut Wetterbericht auch noch Gegenwind haben werde...
Aber zuerst zu heute: heute bin ich aus der sonnigen Wüste bis in das sonnige Kalifornische Zentraltal gefahren. Wobei in dieser Kategorie die Wüste die Nase leicht vorne hat: Die Stadt Inyokern, durch die ich heute gefahren bin, ist die "Sunshine Capital" der USA, mit im Schnitt 355 Tagen Sonnenschein im Jahr. Also immer.
Die Passstraße über die Sierra Nevada war relativ harmlos, da ich am Vormittag noch keinen Wind hatte. 900 Höhenmeter ging es trotzdem hinauf. Das Besondere am Pass: die ganze Bergseite hinauf wächst ein Wald von Joshua Trees, die es nur hier im Südwesten der USA gibt...
Oben am Pass wechselt dann die Vegetation: hier wachsen auch Kiefern! Ich habe seit Utah keine "echten" Bäume mehr gesehen! Irgendwie ist die Luft auch anders, satter, und der Duft der Kiefern begleitet mich über die ganze Abfahrt hinunter.
Dann setzt leider langsam der Gegenwind ein. Zuerst noch schwach, was in der Ebene nicht viel ausmacht. Wenn ich gewusst hätte, was später auf mich zukommt, hätte ich hier mehr Gas gegeben.
Denn hier hatte ich noch geglaubt, dass nach Kilometer 100 nur mehr eine lange Abfahrt kommt. Denkste! Zuerst wars einfach 25 Kilometer lang genauso hügelig wie in Iowa, denn die Straße ist fröhlich den Hang rauf und runter. Und dann hat ein Gegenwind eingesetzt, der sich gewaschen hat. Der ist auch verantwortlich dafür, dass ich so lange für die Etappe gebraucht habe.
Irgendwann ging es dann aber wirklich bergab, weil mein heutiges Ziel, das Zentraltal, fast auf Meereshöhe liegt (war auch mal ein Meeresboden). Und ab 3% Gefälle konnte ich da Rad laufen lassen, sonst musste ich immer noch treten.
Ich wollte noch viel mehr schreiben, weil es die Gegend verdient, aber ich bin zu müde. Und nach diesem langen Tag bleibt mir am Abend nicht mehr viel mehr Zeit als zu duschen, essen, einkaufen, Blog schreiben und dann schlafen. Gute Nacht!
PS: Morgen ist eine kurze Etappe dran, weil ich es von hier aus eh nicht bis über das Küstengebirge schaffen werde, also visiere ich das letzte Motel vorher an, in Lost Hills. Dafür kann ich Morgen Früh ausschlafen!



Hallo Bernhard,
AntwortenLöschenschlaf gut aus, das hast du dir nach dieser Monsteretappe verdient!
Was machst du überhaupt mit deinen fünf Tagen Puffer für Schlechtwetter, die du mangels Schlechtwetter immer noch hast? Lässt du dir für die Küstenstraße besonders viel Zeit, oder hast du einen Abstecher für diesen Fall eingeplant?
Liebe Grüße,
Christoph
Hi Christoph,
AntwortenLöschenzwei Tage Puffer habe ich ja schon aufgebraucht - zwischen Hanksville und Bryce bin ich einen Tag länger gefahren als geplant, und in Las Vegas habe ich zwei Tage Pause gemacht statt nur einen. Wenn ich jetzt nach Plan nach San Francisco komme, kann ich dort drei Tage bleiben, sightseen und mich ausruhen :-)