Sonntag, 7. August 2011

Tag 1: New York, New York!

Etappe 1: New York, NY – Mechanicstown, NY
Strecke heute: 142,4 km
Höhenmeter: 1009 m
Tagesschnitt: 18,12 km/h (ich weiss, ist langsam. Aber fahrt Ihr mal 50 km stop and go, dann Gegenwind und dann 10% Steigung mit Gepäck bei 34°C…)
Durchschn. Puls: 161
Wetter: von schwül bis Starkregen, 23-34°C, mittlerer Gegenwind
Zeit netto/brutto: 7 h 52 min / 10 h 0 m

Strecke ges: 157,8 km


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Das war ein Tag! Ich kenn mich gar nicht mehr aus vor lauter Eindrücken. War so nervös, dass ich nicht gut geschlafen habe und schon um 4:30 aufgestanden bin. Und dann...

New York City.
6 Uhr.
Es regnet.
Die Frisur hält.
Weil ich noch so lange im Zimmer gewartet habe, bis es aufhört.

20 Minuten später war es dann soweit. Bin im Regengewand bis Coney Island und startete dort die Tour „offiziell“ direkt am Atlantik. Dass ich dazu das schwere Rad 200 m durch den tiefen Sand geschoben habe, schreibe ich gar nicht dazu…


(leider sind die Videos und Snapshots heute etwas schief geworden, das wird dann zuhause korrigiert…)

In der Zwischenzeit hatte es aufgeklart, also Regengewand verstaut, Kater auf den Gepäcksträger und Slalom zwischen den Pfützen auf dem Weg zur Brooklyn Bridge.


Auch zum Battery Park gab einen Abstecher, um Ms. Liberty zu fotografieren… (hier zwischen Lenker und Sattel)


Und dann: die erste kleine Umleitung. Blieb auch die einzige. Hab trotzdem meinen Weg durch Manhattan gefunden, bis ich im Central Park angekommen bin, in dem sie (extra für mich?) einen Halbmarathon veranstaltet haben.


6th Avenue


Halbmarathon im Central Park

Auch der Weg durch die Bronx bis zur Manhattan Bridge war halb so wild. Aber dann, in New Jersey…starteten die Hügel! Einer nach dem anderen. Ständig im kleinsten Gang. Und die Abfahrten musste ich leider bremsen, weil der Asphalt zum Teil sehr schlecht und unberechenbar war…

In Summe warens dann 90 km Großstadt, durch die ich heute geradelt bin. Dann 20 km vierspurige Straße ohne shoulder (leider, das war der einzige Weg raus in diese Richtung, das hatte ich aber gewusst), dann bin ich auf die Seitenstraße Richtung Monroe eingebogen, und…Ruhe! Wunderschöner Wald, kein Verkehr. Die Hügel blieben aber, und schweineheiß wars auch. Zwischenzeitlich glaubte ich schon Lichtblitze vor meinen Augen zu sehen, aber es stellte sich als Reflektion der Sonne in meinem Navi heraus.

Und dann folgte ab Monroe zum Ausgleich für den anstrengenden Tag ein flacher Radweg, genauso perfekt wie der Murradweg an seinen schönsten Stellen.

Aber so einfach kann man (?) eine Etappe ja nicht enden lassen. Was macht man bei der Jungfernfahrt eines Schiffes? Man tauft es. Indem man eine Sektflasche daran zerbricht. 10 km vor dem Ziel bin ich auch getauft worden. Indem eine Wolke über mir gebrochen ist. Es ging so schnell, dass ich keine Chance hatte, das Regengewand anzulegen, nach 30 Sekunden war ich klatschnass. Dann wars auch schon wurscht, hab einfach nur das Ende des Regens abgewartet, damit ich nicht zu viel Dreck in die Kette bekomme. Hatte grad noch den Kater in Sicherheit bringen können.

Macht aber alles nichts, denn jetzt sitz ich im trockenen Motelzimmer und zwar genau dort, wo ich mir das maximale Etappenziel vorgenommen habe. Trotzdem hab ich‘s mir leichter vorgestellt. Die Steigungen haben geschlaucht und in der Stadt musste ich ständig voll konzentriert sein.

Gesehene Tiere: 1 Pirol, 1 Eichhörnchen, 2 Streifenhörnchen, 10 Rehe. Ist schön hier!

PS: Draussen geht grad ein Riesengewitter runter.
PPS: Tomcat findet Anklang. "I like your kittyyyy..."

1 Kommentar:

  1. Bin megastolz auf Dich mein Schatz!! Toller Bericht, tolle Fotos! Man ist wirklich "live dabei" :-) Bin schon auf die Videos gespannt, aber leider müssen wir uns ein wenig gedulden, bis es soweit ist ... Drück Dich ganz dolle! Mach weiter so! :-)

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